GESCHICHTE: PRIVAT

Deutsches Historisches Museum

Berlin, 2016



In fotografischen Porträts nimmt Philip Kojo Metz die persönlichen Beziehungen von Sammlern, Besitzern und Erben zu Relikten der deutschen Kolonialzeit in den Blick.

Das Sammeln von kolonialen Gegenständen folgt ganz unterschiedlichen Motiven. Für viele Sammlungen hat häufig noch eine in den Kolonien aktive Generation den Grundstein gelegt,

über folgende Generationen sind Gegenstände und Narrationen in Familiengeschichten eingewoben. 

War die Relevanz der kolonialen Vergangenheit im öffentlichen Gedächtnis Konjunkturen unterworfen und lange kaum präsent, überdauert sie im Privaten bis in die Gegenwart. Dies eröffnet die Frage, in welchem Verhältnis heute privates und öffentliches Erinnern stehen - was geschieht, wenn Sammlungen und tradierte Erzählungen auf postkoloniale Diskurse und gesellschaftliche Debatten treffen?  Philip Kojo Metz erschließt den jeweiligen persönlichen Umgang mit dem materiellen und immateriellen kolonialen Erbe in Porträts und Interviews. Dabei geht er den Sammlungspraktiken und den Erinnerungen nach, die sich aktuell noch an die Gegenstände knüpfen lassen. Die Porträtserie spiegelt individuelle Erinnerungspraktiken und heterogenen Positionierungen zur Kolonialvergangenheit wider und entwirft zugleich neue Erinnerungsstücke.

 
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