LE HÈROS INVISIBLE

at Deutsches Historisches Museum

Berlin, 2016




Der umkämpfte Stellenwert des Kolonialismus in der deutschen Erinnerungskultur lässt sich am Umgang mit den Denkmälern ablesen, die zu Ehren von Protagonisten und Heerzügen errichtet, im Lauf der Zeit gestürzt und demontiert, umgedeutet, verlegt und eingelagert wurden.  Der Künstler Philip Kojo Metz entwirft dieses vakante Kriegerdenkmal zu Erinnerung an die afrikanischen Soldaten, die für die deutschen Truppen rekrutiert wurden, auf den Nebenschauplätzen des Ersten Weltkriegs ihr Leben ließen und noch heute in der kanonisierten Geschichtsschreibung und im öffentlichen Raum kaum Sichtbarkeit erlangen. Weitet man die Perspektive aus auf die Staaten, die aus den ehemaligen deutschen Kolonien hervorgegangen sind, wächst das Spektrum von Erinnerungspraktiken.



Katalogtext: Heike Hartmann


 
 <works_2_1.html